Tag #04 _ Molinaseca – Ponferrada – Camponaraya

Am nächsten Morgen fühlen sich meine Beine schon etwas besser, zumindest vorerst, so dass ich nach der morgendlichen Routine im Bad, erst einmal eine Etage nach unten zum Frühstück gehe, wo ich um 7:00 noch alleine bin und den vorstehenden Tag überdenken kann.

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leckeres, ausreichendes Frühstück mit , Toast, Marmeladen, Croissants & Café con leché

Da ich weder noch einen Tag in einem teuren Hotel übernachten möchte, noch die erschwerliche Route in das per Fußweg ca. 1,5 Km weit entfernte Ponferrada laufen könnte, entscheide ich mich, diese relativ kurze Etappe mit dem Taxi zu überspringen, welches mich recht nah an den Ortsausgang von Ponferrada zu einer Apotheke bringt. Dort versorge ich mich mit Iboprophen 600, Creme für die Beine und zwei unterstützende spezial Bandagen für meine Knie. Nach eigenst hergestellter Erstversorgung entschließe ich mich gegen das Verbleiben in der großen Stadt und wage die nächste Etappe ins 5 Km entfernte Columbrianos.

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Columbrianos  und  kurz darauf Fuentes Nuevas sind teils noch kleine Nebenorte und Anschlussstellen von Ponferrada und ziemlich unspektakulär, meist verlassene und abbruchreife Häuser, dann eine schöne kleine Kirche, bunte Autos und aufgemöbelte Motorbikes und am Ortsrand wie meist ein paar sehr moderne, Villengleiche Häuser.

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Kurz vor Camponaraya laufe ich an einer kleinen Bank vorbei, auf der eine ältere Dame sitzt. Als ich näher komme, spricht sie mich an, „Du bist Deutsch, richtig ?“ Ich bejahe und fragte sie, woher sie das wüsste.?! Von der Cowboy Bar in El Ganso, dort hat sie mich mit meinen Koreanischen Freunden gesehen und auch einmal Deutsch reden hören. Richtig aufgefallen sei ich ihr aber, wegen meinem Monströs wirkendem 65l Rucksack, der wohl nicht besonders üblich bei den Pilgern sei, da die meisten sich versuchen, auf die wichtigsten Dinge zu beschränken. Ich bringe in Erfahrung, das sie aus der Eifel kommt und seit dieser Etappe alleine läuft, aufgrund Geschwindigkeitsverlustes durch Fußprobleme, also mir sehr ähnlich. Wir befinden uns recht schnell auf einer Ebene und beschließen, vorerst, zusammen weiter zu laufen. Durch meine Einschränkung, war es mir bislang nicht mehr möglich, Anschluss zu finden. (Zur weiteren Verständnis sei gesagt, sie ist den Kompletten Jakobsweg bereits vor einem Jahr zur selben Zeit mit ihrer Tochter gelaufen !)

Wir laufen gemeinsam in das von hier nur noch knapp 2 Km entfernte Camponaraya ein und finden aufgrund ihres Vorwissens auch direkt eine Wahnsinns Herberge, für kleine 9€. (1€ teurer, als noch im Vorjahr)

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Die folgenden Bilder zeigen denke ich ganz gut, welchen (für Pilgerverhältnisse) Luxus wir genießen durften..

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1 Abschließbarer Spind, pro Pilger
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Neue, sehr saubere Hochbetten
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Modern und frisch renoviert
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Zusätzliche Außentoilette, Schuhschrank und Waschmaschine / Trockner
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Innenhof / Flur zum entspannen etc..

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Wir wurden freundlichst in unser Zimmer eingewiesen, welches dankbarer weise auch die ganze Zeit über unser blieb, sprich keiner kam mehr dazu, da viele Pilger weiter in die nächste Ortschaft gelaufen sind. Wir richten unser Zimmer ein, nehmen erst einmal eine erfrischende Dusche, in dem ebenso modernen und gepflegten Sanitärbereich und laufen ca. 2 Min um die Ecke zum Supermarkt, um uns mit Hauptnahrung und Snacks (natürlich auch Madalenas) für diesen und den Folgetag einzudecken.

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Wieder zurück in der Albergue, laden wir die Sachen im Zimmer ab und setzen und ganz gemütlich auf die Terrasse und bestellen erst einmal ein leckeres Mittagessen, bestehend (meinerseits) aus Spaghetti Bolognese,  Schinkenbrot als Beilage und selbstredend Café con Leché.

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Essen war sehr lecker, Preis OK.  Anschließend besorge ich mir an der Bar eine Tüte Eiswürfel und ziehe mich für eine Weile zur Regeneration ins Zimmer zurück.

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Ab Abend mache ich es mir mit dem Laptop etc. im Innenhof bequem, ordere mir im Verlauf 2 Café und eine Coké und arbeite eine ganze Weile an meinem Blog. Gegen 23:30 heißt es dann, Geisterstunde für uns, da wir am nächsten Morgen gegen spätestens 6:00 losziehen wollen, um die Vorteile der noch angenehmen, kühlen Luft auf unserer Seite zu haben.

Ein anstrengender, ungewisser Tag mit sehr angenehmer Wendung geht zu Ende.                                                                                                                     Am Folgemorgen klingelt der Wecker pünktlich um 4:55 ….

 

 

 

Ein Gedanke zu „Tag #04 _ Molinaseca – Ponferrada – Camponaraya“

  1. Habe es sofort in der Runde Vorgelesen und die Bilder gezeigt. Alle finden es toll wie Du das machst !! Liebe grüße von Oma , Ortrud ,Germain ,Markus Bayo, Geli und Bernd. Weiter so?✌

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