Tag #06 _ Pejere – Trabadelo – Vega de Valcarce

Heute komme ich gut aus dem Bett, liegt vielleicht daran, das uns einiges bevor steht (lange, Asphaltlastige Route, jedoch mit teils wundervollen Landschaften und flüssen) und so verlassen wir die Albergue gegen 6:00. Zwar steht hier im Empfangsraum immer ein Riesen Behältnis mit Kaffee parat, welcher auch im Preis inbegriffen ist, jedoch ist diese leider immer kalt !  Folglich geht es also ohne externen Energieschub Richtung Tagesziel Vega de Valcarce, welchen knapp 24 Km entfernt liegt.

Leider sind zwischen Km 2 und 4 , die Wegweiser so schlecht erkennbar, gerade in der Dunkelheit, dass wir an der Hauptstraße angekommen, leider die falsche Richtung einschlagen und einmal komplett um die Stadt im Kreis laufen und exakt wieder an unserer Herberge in einer Nebenstraße landen.! Also wieder 4 Km komplett an der Landstraße entlang und da es nun schon langsam hell wird, erkennen wir auch den alles entscheidenden Pfeil an einer Leitplanke . Knappe 500 Meter weiter geht es endlich wieder auf Feldwege ab und wir durchqueren das ca. 200 Meter lange, Urige und sehr ruhige Pejere.

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Auch hier bieten sich natürlich wieder Gelegenheiten zum rumalbern. Das Klo im freien mit ohne Abfluß 😀

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Weitere 5,3 Km weiter, großteils an den Hauptstraßen aber alle 50m den Fluß überquerend, da dieser in Schlangenlinie der Straße folgt, erreichen wir das Dorf Trabadelo.

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Ein paar hundert Meter nach Ortseingang kommt man an eine gemütliche Autobahnraststätte, die wir sofort aufsuchten, um Frühstück und Kaffee nachzuholen. Ein XXL Baguette mit Käse und Schinken und ein Café con Leché.

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In diesem Teil der Strecke gibt es unglaublich viele Katzen, so lässt der Besuch nicht lange auf sich warten.
In diesem Teil der Strecke gibt es unglaublich viele Katzen, so lässt der Besuch nicht lange auf sich warten.

Direkt gegenüber der Bar findet man eine sehr schöne Statue des Jakobus, mit einem Entfernungshinweis am unteren Teil. Santiago 190Km / Roncesvalles 559Km .

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Bestens gestärkt geht es weiter an ein paar Herbergen vorbei und nach Orts Ende wieder einmal viel Landstraße. Nach weiteren 4,3 Km auf dieser, durchqueren wir Portela, eher eine längere Straße mit Häusern als ein Dorf, obwohl es hier 3 Albergue´n gibt.

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Hier lasse ich es mir nicht nehmen, zumindest ein paar Minuten alleine in der kleinen aber sehr schönen Kirche einzukehren. Auch hier gibt es natürlich einen Stempel für die Credencial, den mann sich nach Eintrag in das Besucherbuch selbst geben kann.

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Weitere 1,7 Km der auf diesem teil sehr schönen Landstraße und wir erreichen unser Etappenziel , das ziemlich schöne Vega de Valcarce. Hier gibt es wieder Möglichkeiten zum Einkaufen, Essen gehen, Hotels und einer „Santander“ Bank, die bis auf bei Sparkassen Kunden und allen gängigen Kreditkarten, schon mal Probleme machen kann bezüglich inkompatiblität .

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Nachdem wir von drei Albergue´n eine Absage bekommen, entdecken wir recht unscheinbar, etwas vom Weg ab einen Hinweis auf eine Pension. Dieser gehen wir nach, jedoch ist das Haus selber so schwer als solche zu erkennen, das man erst ganz nah herantreten muss, um den Hinweis, das es sich um die Pension handele, zu erkennen. Pension Fernandez , dort klingeln wir und bekommen von der Herbergsmutter sofort einen freien Platz in dem 16 Betten starken Gemeinderaum zugeteilt, in dem wir glücklicherweise bis zum nächsten Tag komplett alleine bleiben. Einzig zwei der EZ im Obergeschoss werden gebucht, wenn man sich jedoch die sehr spartanischen Zimmer anschaut, sind 35€ eindeutig zu viel.!

In dem Preis von 8€ sind enthalten: Ein ordentliches Bett, 2 saubere Duschen und Toiletten, Waschmöglichkeiten für Anziehsachen, Küchenbenutzung inkl. aller Utensilien, wie Kaffee und Tee soviel mann möchte, Mikrowellen und Backofen Nutzung usw..!                                         Der Blick aus dem Schlafsaal ist auch nicht zu verachten…

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Nach dem Abendessen, welchen wir uns anhand von Lebensmitteln aus dem naheliegenden Supermarkt in der Pension´s Küche zusammengestellt haben, sitze ich noch ca. 2 Std. am Blog und gehe nach einem kleinen abkühlenden Spaziergang durchs Dorf gegen 23:30 schlafen, denn morgen klingelt der Wecker wieder um 5:30 .!

Gedanke des Tages: Um 6:00 in vollkommener Dunkelheit, nur mit Stirnlampe eine Hauptverkehrsstraße entlang zu laufen, ist doof 😉

2 Gedanken zu „Tag #06 _ Pejere – Trabadelo – Vega de Valcarce“

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